HOLLAND: 17. JH. | BAROCK: 17. UND 18. JH. | RENAISSANCE |
KÜNSTLER/BILDER | STIFTUNG JAKOB BRINER

Malerei des Barock
Neben der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts, die im Zentrum der Sammlung steht, sind auch barocke Gemälde anderer Herkunft zu sehen, insbesondere solche flämischer, aber auch italienischer und deutscher Meister.

Nach der Abspaltung der nördlichen Provinzen verlor zwar die südniederländische Handelsmetropole Antwerpen im späten 16. Jahrhundert ihre Vormachtstellung an Amsterdam, die Stadt blieb aber ein kulturelles Zentrum. Im Brennpunkt stand die grosse Werkstatt des Peter Paul Rubens, von dessen Hand die ausgestellte Deckfarbenmalerei mit dem Bildnis Alexanders des Grossen stammt. Unverkennbar zeigt sich Rubens' Einfluss im dramatischen Seesturm mit Schiffbruch und Regenbogen des Marinemalers Bonaventura Peeters. Zu den zahlreichen Landschaftsbildern in der "blau-grünen" Manier der Brueghel-Dynastie, die für den florierenden Kunstmarkt produziert wurden, gehören Marten Ryckaerts Ruinenlandschaft und Isaac van Oostens Dorfszene.

Der italienische Spätbarock ist unter anderem mit einer rätselhaften Quacksalberszene der Venezianerin Giulia Lama und einer an holländische Vorbilder erinnernden Winterlandschaft von Francesco Foschi vertreten.

Eine Besonderheit ist das Bild einer alten Frau mit singendem Mädchen des vor allem in Wien tätigen deutschen Porträtisten Christian Seybold, ein grossformatiges Werk, das durch seinen übersteigerten Realismus fast beklemmend wirkt. Der Übergang vom Spätbarock zum Klassizismus ist bereits vollzogen in einem Werk von Angelika Kaufmann mit mythologischer Szene.